9 Antworten rund um die Solarthermie

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Kostenlose und nachhaltige Sonnenenergie zu nutzen, ist ein gutes Argument für einen wirtschaftlichen und umweltschonenden Betrieb. Doch wann eignet sich Solarthermie für den eigenen Gebrauch und auf was muss geachtet werden? Hoval liefert Antworten.

1. Wie wichtig ist die Ausrichtung des Daches für den bestmöglichsten Solarertrag?

Um das Leistungspotenzial der thermischen Solarkollektoren in vollem Umfang auszuschöpfen, sollte das Dach in die Richtung der stärksten Sonneneinstrahlung ausgerichtet sein. Das bedeutet, dass das Dach im optimalsten Fall nach Süden zeigt. Es können aber auch bei östlicher oder westlicher Ausrichtung durchaus gute Ergebnisse erzielt werden – wobei sich die westliche Ausrichtung noch besser eignet als die östliche. Das liegt daran, dass die Aussentemperaturen zum Nachmittag ansteigen und daher der Absorptionsgrad in westlicher Richtung besser ist.

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2. Funktionieren Solarkollektoren auch bei Bewölkung?

Thermische Solarkollektoren nutzen nicht nur die direkte Sonneneinstrahlung zur Energieerzeugung, sondern auch diffuses Licht. Daher erwärmen sie das Wasser auch an wolkigen Tagen, wenn auch nicht so stark. Während in den Sommermonaten die grösste Energiemenge erzeugt wird, kann ein Heizsystem normalerweise auch im Frühling, Herbst und Winter zur Deckung des Energiebedarfs eines Haushaltes beitragen. Es wird davon ausgegangen, dass ein solches System zwischen 50 % und 70 % des jährlichen Energiebedarfs für die Warmwasserversorgung eines Einfamilienhauses abdecken kann. Natürlich steigt der Ertrag der Wärmeübertragung bei höheren Aussentemperaturen.

3. Können Solarsysteme auch für grössere Gebäude genutzt werden?

Im Allgemeinen können Solaranlagen zur Warmwasserbereitung den Grossteil des Warmwasserbedarfs von Mehrfamilienhäusern, Villen, Unternehmen, Krankenhäusern, Bürogebäuden, Industrieanlagen und Fabriken sowie von anderen gewerblichen Einrichtungen abdecken. Bei diesen Anwendungen werden für gewöhnlich grosse Mengen von Warmwasser verbraucht, so dass Solaranlagen hier erhebliche Vorteile bieten. Da in diesen Fällen ein Versorgungsgrad von 20-40 % erreichbar ist, lassen sich die Kosten für den Warmwasserverbrauch senken.

4. Benötigen Solarkollektoren in sehr kalten Wintern besonderen Schutz?

Solarkollektoren sind sicher vor Frost geschützt, wenn die Wärmeübertragung vom Warmwasserspeicher zu den Solarkollektoren umgekehrt wird. Das bedeutet, dass im Rahmen der Wartung das Frostschutzmittel kontrolliert und die Frostschutztemperatur im Regler korrekt eingestellt ist.

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5. Benötigen Solarkollektoren bei sehr heissem Wetter besonderen Schutz?

Vor einiger Zeit war es noch wichtig, die Solarkollektoren nicht zu überdimensionieren, damit sie sich nicht überhitzen. Das galt umso mehr, wenn kein Wasser verbraucht wurde. Bei Hoval spielt das jedoch keine Rolle.

Ein gutes Beispiel sind Solarkollektoren, die auf Ferienhäusern installiert sind. Die Stagnationstemperatur ist die Temperatur, bei der kein Verbrauch erfolgt und der Kollektor der Sonne ausgesetzt ist. Dabei handelt es sich um die höchste Temperatur, die der Kollektor erreicht, wenn keine Wärme abgeführt wird. Hoval hat die Stagnationstemperatur gesenkt, um Probleme mit der Solarflüssigkeit und anderen Komponenten zu vermeiden. Dank der niedrigeren Stagnationstemperatur kann ein stabilerer Betrieb sichergestellt werden. 

6. Kann man einen Swimmingpool erwärmen?

Die Poolheizung erfordert viel Heizenergie, weswegen das Einsparpotenzial besonders hoch ist. Thermische Solarkollektoren bieten sich aufgrund ihres hohen Ertrags deshalb hervorragend zum ökologischen, effizienten und ökonomischen Erwärmen von Swimmingpools an. Die Nettofläche der Kollektoren bezieht sich hierbei auf die Wasserfläche des Pools. Bei Indoor-Pools beträgt die Absorberfläche die Hälfte der Wasserfläche. Bei Outdoor-Pools erhöht sich dieser Wert aufgrund der Aussentemperatur auf 2/3 der Wasserfläche.

7. Wie lange dauert die Inbetriebnahme einer Solaranlage?

Die Inbetriebnahme der Solaranlage eines Einfamilienhauses kann durchaus einen halben Tag beanspruchen. Das muss aber nicht sein. Hoval hat den Aufwand auf vier Minuten gesenkt. Das ist eine riesige Zeitersparnis, die der neue Warmwasserspeicher SolKit® aqua und der bewährte Solarkollektor UltraSol® ermöglichen.

8. Ist es möglich, Solaranlagen nachträglich auf alten Gebäuden zu installieren?

Ja – dabei sind aber verschiedene Punkte, wie Dachtyp, Material, aus dem das Dach besteht und die Auswahl des optimalen Befestigungssystems zu beachten. Auch der Zustand des Daches muss überprüft werden, um sicherzustellen, dass es das Gewicht der Solaranlage tragen kann. Der Solarkollektor UltraSol® von Hoval wiegt nur 39 kg und zählt somit zu den leichteren Modellen. Der wichtigste Aspekt, den es bei der Montage einer Solaranlage zu beachten gilt, ist jedoch die Sonneneinstrahlung.

9. Welche Systemlebensdauer hat eine Solaranlage?

Bei ordnungsgemässem Betrieb und regelmässiger Wartung kann man von mindestens 20 Jahren ausgehen.

Eine moderne Solaranlage besteht jedoch aus mehreren verschiedenen Bauteilen. Um eine effiziente und nachhaltige Lösung zu erhalten, sollten nur hochwertige Bauelemente verwendet und das Gesamtsystem professionell installiert werden.

Autor
Alexandra Dragoi
 
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