Sollten Sie eine alte Heizanlage modernisieren, wenn sie noch funktionstüchtig ist?

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Wie hoch wären die Einsparungen, wenn Sie in innovative Brennwertkessel investieren würden?

Ob es um öffentliche Gebäude, Einfamilienhäuser oder grosse Industrieanlagen geht – die bestimmenden Faktoren der Gegenwart sind geringe Betriebskosten und minimale Auswirkungen auf die Umwelt.

Neue Gebäude werden nach Energiespar- und Passivhaus-Standards entworfen und gebaut. In diesen Gebäuden wird für die Heizung weit weniger Energie aufgewendet, als noch vor einigen Jahren. Gas-Brennwertkessel, die viele betriebliche und finanzielle Vorteile bieten, erfüllen diese Marktanforderungen und die Erwartungen der Investoren.
Wieviel Geld können Sie einsparen, wenn sie alte Geräte ersetzen? Das zeigen wir Ihnen anhand des Beispiels einer FertigungshalleAber lassen Sie uns vorne beginnen ...

Was versteht man unter Brennwerttechnik?

Bei konventionellen Gaskesseln überträgt der Wärmetauscher die Wärmeenergie der Abgase auf das Heizwasser und die Abgase werden dabei auf eine bestimmte Temperatur abgekühlt (z. B. auf 180 °C). In der Thermodynamik wird dieser Teil der Energie „fühlbare Wärme“ genannt. Abgase enthalten in ihrer Form einen weiteren Teil an Wärmeenergie, der „latente Wärme“ genannt wird. Die latente Wärme ist im Wasserdampf enthalten, der während der Verbrennung erzeugt wird. Diese Energie geht in konventionellen Gaskesseln unwiederbringlich verloren und verschwindet über den Kamin. Gas-Brennwertkessel nutzen diesen zusätzlichen Teil an Wärmeenergie aus der Kondensation des Wasserdampfs, und zwar mit speziellen Wärmetauschern mit besonders grosser Oberfläche. Nachdem die fühlbare Wärme aus den Abgasen zurückgewonnen wurde, werden die Abgase weiter abgekühlt. Sobald die Abgastemperatur auf einen Wert unterhalb der Kondensationstemperatur (Taupunkt) abgesenkt wird, kondensiert der Wasserdampf. Dabei wird Kondensationswärme freigesetzt und in einem Wärmetauscher auf das Heizwasser übertragen.

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Durch die besondere Bauart des Wärmetauschers gewinnen Brennwertkessel mehr Heizenergie als konventionelle Kessel. Brennwertkessel sparen Energie und gewährleisten darüber hinaus eine komfortable und wartungsfreie Gebäudeheizung.

Innovative Lösungen bei Brennwertkesseln

Im Laufe der Jahre haben Entwickler von Gaskesseln verschiedene innovative Lösungen eingeführt, um die Brennwerttechnik zu verbessern. Dank moderner Entwicklungen bei Wärmetauschern und den Werkstoffen, aus denen sie hergestellt werden, konnte bei Brennwertkesseln ein hoher Wirkungsgrad erzielt werden. Viele Hersteller begannen, auf Wärmetauscher aus Aluminiumsilizium zurückzugreifen, die sich durch einen hohen Wirkungsgrad und kleine Abmessungen auszeichnen. Aluminium hat eine höhere Wärmeleitfähigkeit und eine grössere Heizfläche, was zu grösseren Leistungen als bei Wärmetauschern aus Edelstahl führt. Solch eine Lösung gestattet es, komplexe Oberflächen für den Wärmeaustausch zu bauen. Hierdurch konnte der Wirkungsgrad von Gas-Brennwertkesseln enorm verbessert werden.

Ein Innovationsbeispiel ist der Wärmetauscher im UltraGas®: aluFer®. aluFer® besteht innen aus Aluminium und aussen aus Edelstahl. aluFer® steigert die Wärmeaufnahme aus Abgasen gegenüber Wärmetauschern aus Stahl um 20 Prozent und gewährleistet zudem einen gleichförmigen Wärmetausch. Dank dieses Prozesses können Abgase effizient abgekühlt werden.
Eine weitere innovative Lösung, die in den UltraGas®-Kesseln eingesetzt wird, ist die Einführung getrennter Rückläufe für hohe und niedrige Temperatur. Wasser aus Kreisen mit unterschiedlichen Temperaturen kann in getrennte Rücklaufstutzen eines Kessels geleitet werden. Als Folge davon herrschen im unteren Bereich des Kessels perfekte Bedingungen für eine effektive Kondensation, und dies führt wiederum zu einer grösseren Energierückgewinnung aus den Abgasen. Diese Lösung trägt zu einer 8% Steigerung des Wirkungsgrads von UltraGas®-Kesseln im Vergleich zu anderen Brennwertkesseln bei.

Die Brenner von Brennwertkesseln sind speziell konstruiert und werden aus den besten wärmebeständigen Werkstoffen hergestellt, die eine hinreichend lange Lebensdauer und Betriebssicherheit garantieren. Die Strahlungsbrenner in den Gaskesseln der Baureihe UltraGas® arbeiten mit dem UltraClean®-System, das die Brennerleistung exakt an den aktuellen Bedarf anpasst. Das System verringert die Schaltfrequenz und gewährleistet eine saubere, emissionsarme und effiziente Verbrennung.

Fallstudie – Werk für Dentalwerkstoffe in Liechtenstein

„Wir hätten uns viel früher zu diesem Schritt entscheiden sollen. Wir waren zwei oder drei Jahre zu spät dran, wenn ich jetzt sehe, wie hoch die Einsparungen gewesen wären“, so Herr Fussi (Ivoclar-Objektleiter). Diese Worte sprechen für sich selbst!

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Steuerung

Bei der Erzielung eines hohen Wirkungsgrads von Kesseln spielt auch die Automatisierung des Anlagenbetriebs eine gleichermassen wichtige Rolle. Die Heizleistung muss an den aktuellen Bedarf an Heizenergie im Gebäude angepasst werden. Hierbei müssen die aktuellen Aussenbedingungen ebenso wie bevorstehende Wetteränderungen berücksichtigt werden. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist die intelligente Regelung TopTronic®E, die für alle Hoval-Wärmeerzeuger eingeführt wurde. Mit dieser Regelung können sowohl Einzelkessel als auch Kaskaden aus mehreren Kesseln gesteuert werden – einfach über einen Webbrowser oder eine App für Smartphones. Wenn die Heizanlage um Sonnenkollektoren erweitert wird, kann die TopTronic®E-Regelung abhängig von ermittelten Wetterdaten die Sonnenstrahlung prognostizieren und das Heizprogramm entsprechend anpassen. Der Gasverbrauch wird auf diese Weise gesenkt.

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Die alte Zentralheizanlage ohne Brennwertkessel war erst etwa 10 Jahre alt!

Heisswasserkessel (ST-plus): 1 x 2900 kW 
Brennstoff: Erdgas
Jährlicher Brennstoffverbrauch:

480.000 m3/a

Es wurde entschieden, Gas-Brennwertkessel zu montieren: 2 x UltraGas® (1440D): 2880 kW
Investitionskosten (Kessel) ca. 400.000 CHF
Jährliche Einsparung bei Betriebskosten durch UltraGas® :   

60.000 CHF

Anlagenrentabilität:  6.6 Jahre
Kosteneinsparung nach 20 Jahren ca. 1.200.000 CHF
Öko-Audit (CO2-Einsparungen) 240 t/a
Nach 20 Jahren

4800 t

Die Energieeinsparungen mit den neuen UltraGas-Kesseln belaufen sich auf etwa 20 bis 25 % jährlich.

Die Notwendigkeit, den Energiebedarf und steigende Betriebskosten von Gebäuden zu reduzieren, erklärt die Beliebtheit moderner Brennwertkessel. Diese verdrängen unwirtschaftliche Lösungen, die darüber hinaus die Umwelt stärker belasten. Dank des Einsatzes hochwertigster Teilbaugruppen garantieren moderne Brennwertkessel die bestmögliche Nutzung von Gas-Brennstoffen. Und sie sind geeignet sowohl für die Sanierung als auch im Neubau – unabhängig davon, ob es um Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser oder grosse Gebäude geht.
Wenn Sie an einer Heizungsmodernisierung mit moderner Brennwerttechnik interessiert sind, sprechen Sie uns an – und geben Sie den Artikel an andere Interessenten weiter.

Autor
Günther Köb
 
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