7 Mythen über Wärmepumpen: wahr oder unwahr?

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Wärmepumpen sind gefragter denn je: Sie liefern effizient Wärme und schonen das Klima. Doch je beliebter sie werden, umso rascher verbreiten sich Mythen über ihre Eigenschaften und ihren Betrieb. Wir räumen damit auf und widerlegen die Mythen mit fundierten Argumenten und Erklärungen.

1. Wärmepumpen sind zu teuer

Eine passend dimensionierte und professionell installierte Wärmepumpe, die richtig betrieben wird, ist über ihre ganze Lebensdauer günstiger als jeder herkömmliche Wärmeerzeuger. Klar, eine Wärmepumpe kann bis zu 50% mehr kosten als etwa ein Gaskessel. Doch die Anfangsinvestition ist auf Grund der tieferen Betriebskosten in kurzer Zeit amortisiert und macht sich bezahlt.

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Die Betriebskosten hängen von den Systemtemperaturen ab: Tiefe Systemtemperaturen bedeuten auch tiefe Betriebskosten. Eine Fussbodenheizung zum Beispiel ermöglicht tiefe Systemtemperaturen. Ihre optimale Vorlauftemperatur liegt je nach Gebäudeart zwischen 28 und 35 °C. Gebläsekonvektoren bieten sich ebenfalls für den Betrieb einer Wärmepumpe an. Da Wärmepumpen mit erneuerbaren Energien arbeiten, verteilen übrigens viele Länder Fördergelder.

2. Wärmepumpen liefern bei sehr tiefen Aussentemperaturen wenig Wärme

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Luft/Wasser-Wärmepumpen der neusten Generationen liefern heute zuverlässig Wärme bis -20 °C. Sollte die Wärme dennoch einmal nicht ausreichen, schaltet sich bei sehr tiefen Aussentemperaturen temporär eine elektrische Heizung zu. Sie liefert in Kombination mit der Wärmepumpe die erforderliche Wärme.

Geothermische Wärmepumpen (wie etwa die Hoval Thermalia®) verwenden Wärme aus dem Erdreich. So kann beispielsweise das Grundwasser genutzt werden, das sich in wasserreichen Gegenden direkt unter der Erdoberfläche befindet. Im Gegensatz zur Aussenluft, welche die Luft/Wasser-Wärmepumpen nutzen, sind die Temperaturen des Grundwassers das ganze Jahr über relativ konstant. Liegen die Temperaturen des Grundwassers im Durchschnitt zwischen 9 und 12 °C, können Grundwasser-Wärmepumpen (wie etwa die Hoval Thermalia®) sehr effizient betrieben werden.

3. Wärmepumpen werden ausschliesslich zum Heizen genutzt

Der Begriff „Wärmepumpe“ ist nicht unbedingt ideal, denn Wärmepumpen arbeiten auch in umgekehrter Richtung und können im Sommer kühlen. Sie sind so genannt reversibel, und die Raumkühlung – am besten über Gebläse-Konvektoren – wird sogar empfohlen. Die wasserführenden Anschlussleitungen müssen allerdings sehr gut gegen Schwitzwasser isoliert werden.

4. Wärmepumpen sind sehr laut

Zu Beginn, und das sind schon viele Jahre her, hatten die Ausseneinheiten der Wärmepumpen einen Geräuschpegel von etwa 76 dB. Dieser ist inzwischen stark gesunken. Die Ausseneinheit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe Hoval Belaria® verursacht heute, je nach Leistungsgrösse, 54-57 dB. Die Schalldruckpegel, also die subjektiv wahrgenommenen Geräusche, liegen noch tiefer: In einer Distanz von 5 m sind es zwischen 35 und 38 dB und in einer Distanz von 10 m zwischen 29 und 32 dB. Diese Werte gelten, wenn sich die Ausseneinheit an einer Seite des Hauses befindet. Sie verringern sich um 3 dB, wenn das Gerät schalldämmend ummantelt ist. Wird es in einer Ecke des Hauses aufgestellt, steigen die Schalldruckwerte um 3 dB. Lärmquellen sind der Ventilator und der Kompressor. Doch gerade die Kompressor-Technologie hat in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte gemacht. Vor allem die Scroll-Verdichter sind, verglichen mit den anfänglich verwendeten Kolben, viel leiser.

Womit sind diese Geräuschpegel vergleichbar? Die folgende Aufstellung verdeutlicht, wie leise Wärmepumpen heute arbeiten:

0 dB: So leise ist es nur in einem akustischen Labor.

10 dB: Eine derart ungewöhnliche Stille kann in einem Aufnahmestudio herrschen.

20 dB: In einem ruhigen Garten raschelt vielleicht ein Blatt.

30 dB: So viel wird etwa in einem Schlafzimmer gemessen.

35 dB: In einer ruhigen Wohnung ist der Wert etwa so hoch.

40 dB: In einer Bibliothek sind leise Stimmen zu hören.

50 dB: Es regnet.

60 dB: Ein Auto fährt vorbei.

5. Wärmepumpen eignen sich nur für Neubauten

Wärmepumpen können auch für die Sanierung bestehender Gebäude eine hervorragende Lösung sein. Die Auswahl der Art und Kapazität ist der wichtigste Aspekt. Diese Punkte müssen beachtet werden: die Wärmeverteiler (z.B. Fussbodenheizung) und deren Betriebstemperaturen, die Isolation des Gebäudes und die Verfügbarkeit einer geeigneten Wärmequelle für die Wärmepumpe.

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ist mit ihrem Aussen- und ihrem Innengerät einer Klimaanlage sehr ähnlich. Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe eignet sich eher für Wohnungen, eine geothermische Wärmepumpe eher für Neubauten, da für den Wärmeaustausch ins Erdreich gebohrt werden muss. Bei Altbauten sollten zuerst die Wärmeverluste beurteilt werden, die auf mangelhafte Isolierung oder undichte Fenster zurückzuführen sind. Solche thermischen Verluste können indirekt die Effizienz der Wärmepumpe beeinträchtigen.

6. Wärmepumpen brauchen viel Platz

Geothermische Wärmepumpen beanspruchen etwa die gleiche Stellfläche wie ein Gas-Brennwertkessel. Beide erfordern einen Heizraum.

Die Luft/Wasser-Wärmepumpe Hoval Belaria® SRM (4-16) zum Beispiel hat eine 80 cm lange und 73 cm breite Ausseneinheit. Die Inneneinheit misst lediglich 81x38 cm.

7. Wärmepumpen erfordern häufige Revisionen

Im Vergleiche zu herkömmlichen Heizkesseln, die regelmässig gereinigt werden müssen, brauchen Wärmepumpen wenig Wartung. Es empfiehlt sich jedoch, eine Wärmepumpe regelmässig durch den Hoval Service kontrollieren zu lassen, damit sie weiterhin effizient arbeitet und wohlige Wärme liefert.

Autor
Alexandra Dragoi
 
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